40 Jahre Sozialstation Salem: Spendenmarathon half bei der Gründung

Mit einer unterhaltsamen Feier für Mitarbeiterinnen und Patienten hat die Sozialstation Salem, seit vier Jahren ein Pflegebereich der Sozialstation Bodensee e.V., ihren 40. Geburtstag gefeiert. Im Dorfgemeinschaftshaus Prinz Max blickte Bürgermeister Manfred Härle auf die Anfänge im Jahr 1979 zurück.

 

Bereits 1977 hatten sich Vertreter der katholischen Pfarrgemeinden in der Region dazu entschlossen, eine Sozialstation in ihrer Trägerschaft ins Leben zu rufen. Damals wie heute sollte der ambulante Dienst pflegebedürftige Menschen zuhause in ihrer vertrauten Umgebung versorgen.

Es sei keine „leichte Geburt“ gewesen, wie Härles Recherchen ergeben haben: „Mehr als zwei Jahre dauerten die Gespräche und Verhandlungen, die mit großem Interesse von der Bürgerschaft begleitet wurden“, so der Bürgermeister in seiner Festrede.

Damit es letztlich nicht am Geld scheitern sollte, ging der Gründung ein außergewöhnlicher Spendenmarathon der Salemer Bevölkerung voraus: Zu allen möglichen Anlässen und bei einer großen gemeinsamen Veranstaltung vieler Gruppierungen in Schloss Salem wurden Spenden gesammelt. Die Spendenaktion gipfelte in einer Rundfunksendung, bei der der damalige Bürgermeister Werner Kesenheimer am Spendentelefon das Konto um weitere 20.000 D-Mark auf insgesamt rund 50.000 D-Mark aufstocken konnte. Diese Summe verhalf damals Salem in dem Spiel des Südwestfunks zum Sieg.

„Wenn man sieht, welche Stellung die Sozialstation heute in den sozialen Strukturen der Region hat, kann ich nur feststellen, dass man damals alles richtig gemacht hat“, befand Manfred Härle. Die Sozialstation Salem sei heute eine unverzichtbare Anlaufstelle für Patienten und Hilfesuchende.

Nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern vor allem der Mensch und die Menschlichkeit stünden bei den zahlreichen Angeboten der Sozialstation im Mittelpunkt. Mit dafür verantwortlich seien die kirchlichen Seelsorgeeinheiten als Träger der Sozialstation, die dafür Gewähr leisten, dass die christliche Nächstenliebe im Leitbild der Sozialstation festgeschrieben ist.

Seinen Dank richtete Bürgermeister Härle deshalb an die Pfarrgemeinden und an die derzeit rund 80 Mitarbeiterinnen, allesamt qualifizierte Pflegekräfte, die täglich 350 Patientinnen und Patienten in Salem und Umgebung versorgen. Knapp 40 Schwestern waren bei der Geburtstagsfeier dabei, bewirteten ihre Patienten mit selbstgebackenem Kuchen und nahmen sich viel Zeit für Gespräche.

„Es ist schön zu sehen, auf welch große Resonanz unser Fest stößt“, freute sich die stellvertretende Pflegedienstleiterin Denise Künstle, die mit ihrem Team die Geburtstagsfeier vorbereitet hatte.

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Impressionen vom 40. Geburtstag der Sozialstation Salem.
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